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Douglasie und feuerverzinkter Stahl — warum diese Materialien

Douglasie statt Fichte

Douglasie wächst in Deutschland, das Holz kommt also nicht von weit her. Wichtiger ist aber, was es aushält: Douglasien-Kernholz erreicht nach EN 350 die Dauerhaftigkeitsklasse 3 bis 4, Fichte nur 4 bis 5. Das Holz ist dichter und harzreicher — beides Gründe, warum es der Witterung länger standhält.

Dazu kommt der warme, rötlich-braune Farbton. Viele Kunden entscheiden sich allein deswegen dafür.

Warum die Kombination mit Stahl entscheidend ist

Die genannten Dauerhaftigkeitsklassen beziehen sich auf den härtesten Fall: Holz in direktem Erdkontakt. Genau dieser Fall tritt bei unseren Waldsofas nicht ein. Die Holzauflage sitzt auf dem Stahlgestell, mit Abstand zum Boden. Wasser läuft ab, Luft kommt von allen Seiten heran, stehende Nässe entsteht nicht.

Die Materialkombination ist also kein Zufall, sondern nimmt dem Holz die Belastung, an der es sonst als Erstes versagt.

Bangkirai als Aufpreisvariante

Wer maximale Lebensdauer will, wählt Bangkirai. Das Holz ist deutlich dichter als Douglasie, wetterfester, bildet weniger Risse und übersteht Jahrzehnte im Freien. Es kostet uns im Einkauf etwa das Dreifache, deshalb wird es als Aufpreis berechnet.

Bangkirai ist Importholz aus Südostasien — das sagen wir offen. Wer ausschließlich auf kurze Transportwege achtet, ist mit Douglasie besser beraten. Wer auf Lebensdauer setzt, kommt zu einem anderen Ergebnis: Ein Möbel, das dreißig Jahre hält, verbraucht über die Zeit weniger Ressourcen als drei, die je zehn Jahre halten. Dazu kommt, dass Bangkirai beim Zuschnitt deutlich weniger Ausschuss erzeugt als Douglasie. Beides ist Teil der Rechnung.

Feuerverzinkter Stahl

Das Gestell trägt die Last und steht dauerhaft im Freien — es darf nicht rosten. Feuerverzinkung ist der beste praktikable Korrosionsschutz für diesen Einsatz. Die Zinkschicht verbindet sich mit dem Stahl und schützt auch dort weiter, wo die Oberfläche später einmal verkratzt.

Wir lassen die Stahlteile verzinken, bevor sie montiert werden — nicht nachträglich lackieren. Edelstahl wäre technisch ebenfalls möglich, würde den Preis aber in eine Höhe treiben, die in keinem Verhältnis zum Gewinn steht.

Pulverbeschichtung als Aufpreisvariante

Statt der sichtbaren Verzinkung ist das Gestell auch pulverbeschichtet zu haben. Das wirkt deutlich hochwertiger und ist vor allem dort gefragt, wo die Liege zur Architektur passen soll. Der Aufwand ist höher, deshalb kostet die Beschichtung Aufpreis.

Unser Standardton ist RAL 7016, Anthrazitgrau — zurückhaltend, wetterunempfindlich und bei Beschichtern ein gängiger Ton, weshalb er ohne Umrüstaufwand zu haben ist.

Wunschfarbe auf Anfrage. Für einen Farbton außerhalb unseres Standards muss der Beschichter seine Anlage umrüsten und reinigen. Das schlägt bei uns im Einkauf zu Buche und wird entsprechend weitergegeben. Solche Liegen entstehen erst nach Ihrer Bestellung. Sprechen Sie uns an, wir rechnen Ihnen den Aufpreis konkret aus.

Herstellung in Deutschland — und warum Ausschuss dazugehört

Alle Teile werden in Deutschland eingekauft und hier verarbeitet.

Holz ist ein natürlicher Baustoff. Nach dem Sägen und Trocknen reißen Latten, werden krumm oder verdrehen sich. Das lässt sich nicht verhindern, es gehört zum Material — aber verbauen lässt es sich nicht. Douglasie hat zudem viele Äste, und auch die sortieren wir aus, soweit es geht.

Ein spürbarer Teil des eingekauften Holzes geht deshalb nicht ins Produkt. Das kostet, und es steckt im Preis. Der Gegenwert ist eine Liege, bei der Sie später keinen Grund zur Reklamation haben.

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